Lesen (5/2025)

Editorial

Stögbauer-Elsner, Eva | Stockinger, Helena | Heger, Johannes

Lesen

Eine lange Weile lesen

Stögbauer-Elsner, Eva

Was, wie, wo, wann, warum lesen Kinder und Jugendliche (nicht)? Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen, führte ich zahlreiche Gespräche mit Eltern, Lehrkräften und Heranwachsenden, mit Laien und Expert*innen, mit Leseratten und minimalistisch Lesenden, mit Buchliebhabern und Buchabstinenten.

Förderung der Lesekompetenz

Pissarek, Markus

Lesekompetenz und wirksame Fördermaßnahmen sind so gut erforscht wie noch nie – und dennoch gibt es große Herausforderungen in der schulischen Leseförderung zu bewältigen.

Lesewesen Mensch: Warum Literatur »für einen Gläubigen unverzichtbar« (Papst Franziskus) ist

Langenhorst, Georg

Was für eine Wertschätzung! Das hat es so noch nie gegeben: einen Papst, der eine Art Liebesbrief an die Dichtung schreibt. Der allen in der »Ausbildung pastoraler Mitarbeiter und aller Christen« Tätigen (Franziskus, Absatz 1) dringend ans Herz legt, Poesie und narrativer Literatur einen besonderen Platz einzuräumen.

»Gott macht alles wohl« Der Bestsellerautor Christoph von Schmid

Mendl, Hans

Der Augsburger Priester und Schriftsteller Christoph von Schmid ist ein Bestsellerautor des 19. Jahrhunderts, von dem wir auch heute noch lernen können, was eine gute Erzählung ausmacht. Er »ging bei den Kindern in die Schule« und schrieb Hunderte religiöser und moralischer Geschichten, mit denen die Lesenden auch emotional bewegt werden sollten.

Wie hältst du’s mit der Kinder- und Jugendliteratur im Religionsunterricht?

Zimmermann, Mirjam

(Warum) wird Kinder- und Jugendliteratur im Religionsunterricht (nicht häufiger) verwendet? Ergebnisse einer explorativen Expert*innenbefragung liefern spannende Einsichten.

Nachdenken über die Kulturtechnik des Lesens: Impulse für den (Religions-)Unterricht.

Kümpers, Christina

Die tiefe Begegnung mit biblischen Geschichten setzt eine Lesekompetenz voraus, die viele Schüler*innen nicht mehr beherrschen. Ein Plädoyer für eine intensive Auseinandersetzung mit Verfahren der Leseförderung im Religionsunterricht.

Bibel lesen ist wie Filme schauen

Sterck-Degueldre, Jean-Pierre

Die filmhermeneutische Bibeldidaktik bietet viele spannende Zugänge zu biblischen Texten, die Brücken zwischen der Lebenswelt der Lernenden und den Schriften des Neuen Testaments schlagen helfen – konkrete Beispiele für eine korrelative Erschließung des Markusevangeliums.

Roman der Ent-Bildlichung: Michael Kumpfmüllers »Mischa und der Meister«

Schüller, Alexander | Harbecke, Heike

Einen aktuellen Jesus-Roman im Religionsunterricht der Sekundarstufe 2 intertextuell lesen: Überlegungen aus literaturwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive.

»Ich würde mich gerne in einen Wolf verwandeln«

Kehrer, Christina

Ein fächerübergreifendes Projekt zum Jugendbuch »Woodwalkers – Carags Verwandlung« motiviert Jugendliche dazu, über zentrale Lebensthemen und Wünsche nachzudenken und so über Fragen der eigenen Identität in ein Gespräch zu kommen.

Lohnt es sich? Der katholische Kinder- und Jugendbuchpreis

Brieden, Norbert

Welche Bücher verdienen in der pluralen Landschaft der Kinder- und Jugendliteratur einen katholischen Preis? Oder umgekehrt: Was bringt einem Buch eine solche katholische Auszeichnung? Inwiefern lohnt sich die jährliche Suche nach preiswürdiger Literatur? Ein Jurymitglied auf der Suche nach Antworten …

Bookstagram – ein möglicher Zugang zu Ganzschriften im Religionsunterricht?

Lonnemann, Elisabeth

Dass Lesen wieder »in« ist, zeigt sich bei den Strömen junger Leser*innen auf den Buchmessen deutlich. Dass (institutionalisierte) Religion nicht die gleiche Entwicklung macht, spüren wir regelmäßig im Religionsunterricht.

BookTok hat mein Lesen verändert

Bösker, Giulia | Grüner, Chanel

»Das ist wirklich cool!«, immer wieder fällt dieser Satz im Gespräch mit Giulia Bösker und Chanel Grüner. Die 16-jährigen Schülerinnen lesen mit Begeisterung. Die Liebe zum Lesen ist in ihrem Leben nicht neu, wurde aber durch Booktok neu belebt.

Poetry Slam macht Schule – Über das Vorlesen eigener Texte auf Bühnen

von Wulfen, Urs-Adrian | Harbecke, Heike

Ein Poetry Slam in einer Kirche. Auf der Bühne: Schüler*innen! Ihr Vorlesen vor großem Publikum wird von einem Bühnenprofi begleitet und moderiert. Urs von Wulfen gibt Einblicke in seine Erfahrungen als Vorleser und seine Begleitung vorlesender junger Menschen.

Denkraum. Shell Jugendstudie 2024

Die Shell Jugendstudien – Orientierung für Religionslehrkräfte

Riegel, Ulrich

Seit 1953 vermisst der Mineralölkonzern Shell etwa alle vier Jahre die Lebenseinstellungen Jugendlicher, wobei der Schwerpunkt auf ihren Werten, politischen Einstellungen und Gewohnheiten des Alltags wie etwa der Nutzung von Medien liegt. Der Glaube der Jugendlichen wird in nur wenigen Items erhoben, die zudem theologisch angefragt werden können. Dennoch bieten die Shell Jugendstudien eine gute Gelegenheit, das eigene Bild von den Schülerinnen und Schülern anhand repräsentativer Daten zu überprüfen.

Herausforderung Zukunft – Jugendliche Wertorientierungen im Jahr 2024

Ziegler, Bernd

Laut der Shell Jugendstudie 2024 ist ein zentrales Merkmal der jungen Generation in Deutschland die intensive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Zukunftsfragen. Dabei bildet sich ein heterogenes Spektrum an Wertorientierungen heraus, das die Jugendlichen immer stärker auch politisch artikulieren. Religion hat für ihr Leben eine eher geringe Bedeutung. Dennoch eröffnen die Werterhebungen der Shell Jugendstudie vielfältige religionspädagogische Reflexionsräume.

Jugend – Medien – Religion

Mayrhofer, Florian

Wie ist es um das Verhältnis von Jugend und Medien bestellt? Welche Relevanz haben Medien für junge Menschen und welche Konsequenzen lassen sich daraus für religiöse Bildung ableiten? Die Shell Jugendstudie 2024 liefert neue Ergebnisse, die diese Fragen bearbeiten helfen.

Der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis 2025

Tomberg, Markus | Brieden, Norbert

Das diesjährige Preisbuch wurde aus 139 Titeln ausgewählt, eingesandt von 47 Verlagen. Ausgezeichnet wurden Karen Köhler und Bea Davies für den Roman »Himmelwärts«, der aus der Perspektive der zehnjährigen Toni deren Auseinandersetzung mit dem Krebstod ihrer Mutter erzählt. Neben dem Preisbuch nennt die Empfehlungsliste, die insgesamt den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis darstellt, sieben weitere Romane, vier Bilderbücher, zwei Biografien und eine kunstvoll illustrierte Märchenerzählung.