Emotionen (3/2025)

Editorial

Heger, Johannes | Stögbauer-Elsner, Eva | Stockinger, Helena

Räume

Schule – Raum für Emotionen?

Stockinger, Helena

Ist Schule ein Ort für Emotionen? Wie setzt sich Schule mit Emotionen auseinander? Welche Emotionen dürfen in der Schule gezeigt werden? Da Emotionen zum Menschsein gehören, betreffen diese Fragen die grundlegende Ausrichtung von Bildungsprozessen.

Ein frohes Herz lässt das Gesicht strahlen (Spr 15,13)

Gillmayr-Bucher, Susanne

Emotionen sind für uns heute ebenso wie für die Menschen in biblischer Zeit ein wichtiger Bestandteil menschlicher Erfahrung und Kommunikation. Die Art und Weise, wie Emotionen erlebt, verstanden und ausgedrückt werden, ist jedoch kulturell geprägt und bedarf einer Übersetzung.

Zur Bedeutung von Lern- und Leistungsemotionen

Breins, Berit | Quarda, Ann-Kathrin | Gläser-Zikuda, Michaela

Freude, Angst und Langeweile werden von Lernenden im Unterricht häufig erlebt und diese sowie weitere Emotionen beeinflussen schulisches Lernen und Leisten. Dieser Beitrag bietet aus pädagogisch-psychologischer Perspektive einen kurzen Überblick zum theoretischen und empirischen Forschungsstand zu Lern- und Leistungsemotionen im Schulkontext.

»Heute bin ich …« – Emotionen lernen in der Grundschule

Kohler-Spiegel, Helga

Emotionale und soziale Kompetenzen haben zentrale Bedeutung für die Lebensgestaltung. Emotionale Kompetenz als Fähigkeit, mit den eigenen und den Emotionen anderer umzugehen, bildet die Basis für soziale Kompetenzen (Valentien 2022, 6–7). Das Ziel, Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung zu fördern und zu begleiten, ist eine bedeutsame Aufgabe schulischen Lernens.

Emotionen im Religionsunterricht – ein schwer zugängliches Terrain?

Mößle, Laura

Emotionen sind im Religionsunterricht allgegenwärtig, sei es in der Gruppenarbeit, bei einer Ergebnispräsentation oder bei der Rückgabe einer korrigierten Klassenarbeit. Emotionen sind ein selbstverständlicher Teil der Unterrichtspraxis und doch sind manche sichtbarer als andere.

Fürchtet euch nicht, »Generation Angst«!?

Novakovits, David

Es gibt einfachere Aufgaben, als sich mit Ängsten auseinanderzusetzen. Und doch ist ein Wahrnehmen, Verstehen und Bearbeiten verschiedener Formen der Angst von zentraler Bedeutung für die Gestaltung von Selbst- und Weltverhältnissen von Menschen – und damit eine wichtige Verantwortung und Aufgabe von Schule. Der Beitrag untersucht die Möglichkeiten des Religionsunterrichts in diesem Kontext.

>»Als ob Schule alles wäre …« – Gedanken von Schülerinnen und Schülern über Leistungsdruck in der Schule

Otten, Gabriele

Welche Emotionen verbinden Schülerinnen und Schüler mit Schule? Welche Rolle spielt Leistungsdruck in ihrem schulischen Alltag? Die in Befragungen geäußerten Gedanken von Schülerinnen und Schülern geben Anlass zum Nachdenken.

Wir feiern dich!

Harbecke, Heike

Wohlbefinden, Freude und Euphorie – positive Emotionen, die Schüler*innen im Schulalltag ermutigen und motivieren. Wie können Rituale so gestaltet werden, dass sie den positiven Blick aufeinander stärken? Praxisbeispiele aus dem schulischen Leben der Jahrgangstufen 5/6 an einem Gymnasium.

Raus aus dem Tabu – Tod und Trauer in der Schule

Hasenkamp-Jakob, Doris

»Was haben Sie bloß mit meiner Klasse gemacht? Die weinen ja alle! Wie soll ich nun unterrichten?« So die Reaktion eines Lehrers, der zum Unterricht in die Klasse kam, die zuvor über den Tod einer Mitschülerin informiert worden war. Tod, Verlust und Trauer und die damit verbundenen Emotionen bringen uns aus dem Konzept, für viele bricht ihre Welt zusammen. Im Schulalltag stellen sie die Beteiligten vor große Herausforderungen.

All you need is love?! – Liebe im Religionsunterricht

Mansfeld, Lisa-Marie

Liebe – ein Gefühl, so einfach, so komplex. Liebe verleiht Flügel, lässt Herzen höherschlagen, verwirrt und zieht den Boden unter den Füßen weg. Insbesondere im Leben von Jugendlichen kann sie eine Wucht entfalten, die Freude und Glücksgefühle wie Fragen und Unsicherheiten mit sich bringt. Wie können Religionslehrkräfte diese vielschichtige Emotion aufgreifen, Raum für Reflexion schaffen und die Gefühlswelt der Schüler*innen ernst nehmen?

Er brach in Wut aus

Sterck-Degueldre, Jean-Pierre

Gängige Jesusbilder scheinen konterkariert: Ein wütender Prophet, der um sich schlägt. Wie ist die biblische Perikope von der sogenannten Tempelaktion Jesu zu verstehen? Und welches didaktische Potenzial ergibt sich mit Blick auf die Emotion »Wut«?

Schamvolles und die Telefonseelsorge

Burke, Rebekka

In der Telefonseelsorge geschieht etwas von großem Wert. Etwas, das über diesen Seelsorgeort hinaus inspirieren kann und das auch Schulen als Orientierung dienen kann: Aufmerksamkeit und Sensibilität für Schamvolles.

Denkraum. Kunst im Religionsunterricht

Heterogenitätssensibles Lernen mit Kunst im Religionsunterricht

Gärtner, Claudia | Konz, Britta

Oft wird an Schulen Kunst immer noch lediglich für Unterrichtseinstiege genutzt oder zur Illustration von Lerninhalten. Dabei kann sie viel tiefschichtigere religiöse Lernprozesse ermöglichen.

Ander(e)s sehen lernen

Gärtner, Claudia

Best-practice-Beispiele sind allseits beliebt. Doch Unterricht ist zu komplex und zu kontextspezifisch, um Lernsettings mit Gelingensgarantie anzubieten. Die hier vorgestellten Bausteine für heterogenitätssensibles Lernen mit Kunst im Religionsunterricht können daher nur adaptiert an die jeweilige Lerngruppe zum (religiösem) Lernen anstiften.

Theologie gestalten – Kreuz und Auferstehung im Visier

Konz, Britta | Lerke, Stephanie

Wie die Best-practice-Beispiele für die Bildanalyse im Religionsunterricht sind die folgenden Impulse und Bausteine für heterogenitätssensible künstlerische Prozesse empirisch evaluiert, müssen aber kontextspezifisch an die jeweiligen Lerngruppen angepasst werden.