Exodus (3/2026)

Editorial

Stögbauer-Elsner, Eva | Stockinger, Helena | Heger, Johannes

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Harbecke, Heike | Theuer, Gabriele

Exodus

Fluchtgeschichten – von der Bibel bis heute

Harbecke, Heike | Theuer, Gabriele

Weltweit sind derzeit über 100 Millionen Menschen auf der Flucht. Verfolgung, Konflikte, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen zwingen sie, ihre Heimat zu verlassen und eine neue zu suchen. Das biblische Buch Exodus erzählt ebenfalls vom Aufbruch aus Unterdrückung und dem beschwerlichen Weg in eine neue Zukunft.

»Und dies sind die Namen«: Highlights des Buches Exodus

Konrad, Kristin

In der ›zweiten Staffel‹ der biblischen Schriften, direkt nach der Genesis, stürmen zahlreiche Themen auf die Leser:innen ein. Einige von ihnen werden hier in vier Schlaglichtern und ohne Anspruch auf Vollständigkeit vorgestellt.

Gewalt Gottes im Exodus als theologische Herausforderung

Theuer, Gabriele

In der Exoduserzählung zeigt sich von Beginn an die Ambivalenz und Verwobenheit von Bedrohung und Hoffnung, von Tod und Leben, die auch das Handeln Gottes einschließt. Die Erzählung entfaltet als symbolisch verdichtete prototypische Ursprungserzählung Israels die Botschaft, dass JHWH Befreiung aus Unterdrückung schenkt.

Die große Flucht – Israels Ausbruch aus Ägypten als Migrationsgeschichte

Naumann, Thomas

Die Bibel kennt zahlreiche Geschichten, in denen Menschen zur Flucht gezwungen, deportiert oder vertrieben wurden. Die für das Selbstverständnis des Volkes Israel und des Judentums bis heute wichtigsten werden im Buch Exodus erzählt.

Das Buch Exodus in Kinderbibeln

Wiemer, Axel

Wie erzählen wir von Gott, wie vom Auszug? Was machen wir mit den Plagen, was mit den Geboten? Bringen wir die besondere Bedeutung der Erzählungen für das jüdische Volk zum Leuchten? Jede Kinderbibel gibt eine eigene Antwort auf diese Fragen.

Gottes Name »JHWH« – ein Ereignis!

Oberthür, Rainer

Wie reden wir angemessen vom Geheimnis des unverfügbaren Gottes? Im Umgang mit dem Gottesnamen »JHWH« und einer sich daraus entwickelnden Sprache für Unaussprechbares geht Rainer Oberthür entscheidenden Fragen nach und findet eigene Antworten.

Kein leichtes Spiel

Harbecke, Heike

Die Dornbusch-Perikope (Ex 3,1–17) hat es in sich: Über Inszenierungen im Texttheater entdecken Schüler:innen die Narration der Namensoffenbarung neu und setzen sich mit der Rede Gottes auseinander, die es alles andere als leicht macht.

The »Jewish Hall of Female Fame« – ein Gruppenpuzzle zu den 12 Töchtern aus Exodus 1–2

Korneck, Eva Jenny

Wie kann man den Auszug Israels aus der Unterdrückung in der Schule so erzählen, dass deutlich wird: Ohne Frauen keine Freiheit? In einer Gruppenarbeit mit Schüler:innen der Sekundarstufe werden zwölf Frauen geehrt, die maßgeblich beteiligt waren an dem Auszug Israels in die Freiheit.

Anregungen zum Umgang mit der Gewalt Gottes im Unterricht

Theuer, Gabriele

Das religionspädagogische Potenzial der Exoduserzählung liegt gerade in ihrer Ambivalenz, da diese den vielfältigen Erfahrungen der Schüler:innen entspricht und ihre Motivation fördern kann, sich auf die Erzählung einzulassen. Doch wie kann die Rede vom Gewalthandeln Gottes im Religionsunterricht der verschiedenen Schularten und Schulstufen erschlossen werden?

Lockrufe in die Freiheit

Sterck-Degueldre, Jean-Pierre

Einen recht hohen Erfolg verzeichnen die Zehn Gebote als »Garantielabel« für Ratgeberliteratur: Die Zehn Gebote für gesundes Essen, für mehr Achtsamkeit, für die Jobsuche. Doch gehören die biblischen Zehn Gebote wirklich noch zum Fundus eines kollektiven Allgemeinwissens? Was steht wirklich im Dekalog geschrieben? Wie ist dieser entstanden, zu deuten oder auf das Hier und Heute zu übertragen?

Das Pessachfest interreligiös-performativ erschließen

Fingerhut, Dorothee

Das jüdische Pessachfest ist eines der wichtigsten jüdischen Feste. Freiheit und Sklaverei als identitätsstiftende Grunderfahrungen des jüdischen Volkes werden hier erinnert und nachvollzogen. Wie kann das Fest für Lernende erlebbar gemacht werden? Darf im christlichen Religionsunterricht ein Pessachfest einfach so nachgefeiert werden oder gibt es Grenzen für performative Ausflüge in die jüdische Erfahrungswelt?

Denkraum: Religionspädagogik und Pastoraltheologie

Was habt ihr, was wir nicht haben?

Kaupp, Angela | Spielberg, Bernhard

In Leitershofen trafen sich im September 2024 wissenschaftlich arbeitende Religionspädagog:innen zur Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Katholische Religionspädagogik/Katechetik (AKRK). Ziel der Tagung war es, die »Religionsdidaktik in ihren Spannungsfeldern« auszuloten, um eine »Ortsbestimmung« der Disziplin zu vollziehen. Die vorliegenden Artikel bilden in ihrer Gesamtheit einen Hauptvortrag und die zugehörige Diskussion ab, in der mit einer pastoraltheologischen Perspektive auf die Religionspädagogik sowie mit religionspädagogischer Perspektive auf die Pastoraltheologie geblickt wurde – nicht nur für Wissenschaftler:innen ein spannendes Spiel der wissenschaftstheoretischen Selbstverortung im Angesicht des Anderen.

Ein religionspädagogischer Blick auf die Pastoraltheologie

Kaupp, Angela

Im ersten Teilabschnitt blickt Angela Kaupp als Religionspädagogin auf die Pastoraltheologie. Der Pastoraltheologe Bernhard Spielberg geht in seiner Replik auf die Spiegelung seines Faches ein.

Ein pastoraltheologischer Blick auf die Religionspädagogik

Spielberg, Bernhard

Im zweiten Teilabschnitt blickt Bernhard Spielberg als Pastoraltheologe auf die Religionspädagogik. Die Religionspädagogin Angela Kaupp geht in ihrer Replik auf die Spiegelung ihres Faches ein.

Was haben wir gemeinsam (vor)?

Kaupp, Angela | Spielberg, Bernhard

Der Pastoraltheologe Bernhard Spielberg und die Religionspädagogin Angela Kaupp erörtern das Verhältnis ihrer Fächer zueinander. Sie fragen nach gemeinsamen Grundlagen und Zukunftsaussichten.