trauern (2/2026)

Editorial

Stögbauer-Elsner, Eva | Stockinger, Helena | Heger, Johannes

trauern

Ein Ort für meine Traurigkeit

Kohler-Spiegel, Helga

Traurigkeit ist ein Gefühl. Aber was macht sie aus? Können Menschen lernen, mit Traurigkeit umzugehen und zu leben? Was macht die Trauer mit dem Trauernden – und was macht ein trauriger Mensch mit seiner Trauer? Erste Einblicke aus anthropologisch-psychologischem Blickwinkel.

Lebensaufgabe trauern

Witt-Loers, Stephanie

Alle Menschen sind lebenslang immer wieder von Trauer betroffen. Kein Bezugssystem bleibt von Verlusten unberührt. Wissen über Trauerprozesse und -aufgaben ist wesentlich, um Betroffene sensibel zu begleiten.

Trauer ist laut! Trauern im Alten Testament

Köhlmoos, Melanie

Schreien, Weinen, die Haare abschneiden: Das Alte Testament hat viel zum Thema »Trauern« zu sagen. Laut und leidenschaftlich. Manches scheint uns fremd, weil inzwischen viel Zeit vergangen ist. Manches ist aber auch heute noch interessant und aktuell.

Die Trauer: Vom Privileg zum Konsumgut

Sörries, Reiner

Das Phänomen Trauer ist aus historischer Sicht auf wenigen Seiten nur unzureichend und thesenhaft zu thematisieren. Dabei handelt es sich nicht um den Versuch, in das Innere der Trauer vorzudringen, sondern dargestellt wird ein Blick von außen auf beobachtbare Phänomene. Das hier Gesagte gilt nur für den mitteleuropäischen, genauer deutschsprachigen Raum (Sörries 2012).

Wie Bilderbücher von Trauer und Trost erzählen

Tomberg, Markus

Bilderbücher kann man alleine lesen und anschauen. Aber ihr volles Potenzial entfalten sie, wenn man sie miteinander teilt und sich gemeinsam erzählt, was sie zu entdecken geben. Schon deshalb können sie Trost schenken!

Songs zur Trauer

Grigat, Claudius

Musik handelt von den großen Themen des Menschseins – und so auch vom Trauern und der Traurigkeit. Musikalisch und textlich vielfältig erzählen zeitgenössische Songs von Tod, Schmerz und Leid, aber auch von Trauerarbeit und neuen Anfängen.

»Things to do, before I die«

Ostermann, Martin

Verlust, Trauer, Abschied und Neubeginn sind in Kurzfilmen gängige Themen und werden oft pointiert zugespitzt. Gerade durch diese Erzählweise eignen sie sich gut zum Einsatz in Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung.

Was meint »trauern«?

Petermann, Hans-Bernhard

Kann Philosophie helfen, Erfahrungen der Trauer und des Trauerns zu verstehen und zu konkretisieren als Elemente gelebten Lebens? – Eine Skizze aus Sicht eines lebensweltlich fundierten und begrifflich orientierenden Philosophierens.

Gespräche mit Trauernden – Impulse für Seelsorge und Begleitung

Holzschuh, Wolfgang

Trauer ist mehr als die Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen. Sie umfasst auch Verlust von Beziehungen, Heimat, Fähigkeiten, Plänen oder Lebenssinn. In Seelsorge und Begleitung begegnen wir dieser Vielgestaltigkeit von Trauer. Zentral ist die Haltung des Zuhörens und Aushaltens: verlässliche Gegenwart schenken und Resonanz ermöglichen.

Die Menschen sind viel gläubiger, als wir meinen

Auffenberg, Claudia | Radke, Ulrich

Eine Beerdigung ist der Ort, an dem öffentlich über die Trauer und das Trauern gesprochen wird. Neben dem pastoralen Personal der Kirchen sprechen dort immer häufiger auch freie Trauerredner:innen. Was macht eine gute Trauerrede aus? Was muss bei einer Beerdigung zur Sprache kommen, was sollte besser nicht ausgesprochen werden? Und gibt es noch eine Hoffnung, die Trauernde verbindet?

Halt geben im weiten Raum der Trauer<

Hauf, Uta Martina

Was tun, wenn der Tod Einzug in Schulen hält? Wie Rituale in der Schule helfen, Trauer bewusst zu bearbeiten und Resilienz bei Schüler:innen zu stärken.

Trauern im Digitalen

Offerhaus, Anke

Trauer als Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen oder den Verlust des eigenen Lebens im Fall von lebensbedrohlicher Krankheit ist eine existenzielle Erfahrung, die alle Menschen früher oder später machen. Dieser Beitrag skizziert, wie sich Trauern durch die digitale Durchdringung unserer Lebenswelt verändert und erweitert hat.

Denkraum: Antisemitismuskritische Bildung

Antisemitismuskritische Bildung nach dem 7. Oktober 2023

Nord, Ilona | Migge, Elisabeth | Boschki, Reinhold

Durch den Terrorakt der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dessen politische Folgen auch für den deutschen Kontext (Goldenbogen 2023) ist für christlich-religiöse und kirchliche Bildungsarbeit eine herausfordernde Bilanz zu ziehen: In den vergangenen Jahrzehnten haben sich Kirchen und Theologie zu sehr auf dem angenehmen Polster ausgeruht, dass durch die bahnbrechenden Erklärungen zum erneuerten christlich-jüdischen Verhältnis und gegen jede Form von Antisemitismus ja die wichtigsten Aufgaben schon erledigt seien. Inzwischen jedoch ist deutlich geworden: Christliche Bildung gegen Antisemitismus muss sowohl im Schulsystem wie aber auch im nonformalen Bildungsbereich der Kirchen intensiviert und strukturell verankert werden.

Denkraum: Antisemitismuskritische Bildung

Kollegiale Fallberatung als Instrumentarium im Kontext antisemitismuskritischer Bildungsarbeit

Thorwart, Anna

Im Rahmen des Zusatzstudiengangs ›Zertifikat der antisemitismuskritischen Bildung für Unterricht und Schule‹ (im Folgenden ZABUS) an der Universität Würzburg wird seit drei Jahren das Konzept der Kollegialen Fallberatung als eine mögliche Praxisform antisemitismuskritischer Bildungsarbeit erprobt und weiterentwickelt.